Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Gibt es bestimmte Besuchszeiten?

Nein - man kann jederzeit Besuch empfangen. Während der Mittags- und Nachtruhe sollten Bewohner eines Doppelzimmers gegenseitig Rücksicht nehmen und ggf. ihren Besuch in einem Aufenthaltsraum empfangen.

2. Dürfen Heimbewohner auch auswärts übernachten?

Selbstverständlich - z. B. über Weihnachten etc. übernachten gelegentlich Bewohner einer Pflegeeinrichtung bei ihren Verwandten. Wichtig ist: vorher die Pflegekräfte informieren und am Abholtag möglichst genau die Abreise + Zeit der Rückkehr bekannt geben. Bei längerer Abwesenheit werden anteilig Heimkosten zurück erstattet.  Dies trifft auch bei Krankenhausaufenthalten zu (siehe Heimvertrag Anlage 7).

3. Gibt es eine Hausordnung?

Es gibt eine Informationsbroschüre in der Essenzeiten, Ansprechpartner, Betreuungsangebote, zusätzliche Angebote wie Frisör, Fußpflege etc. (diese sind vom Bewohner jeweils selbst zu bezahlen) etc. benannt sind. Hier werden auch die Mitglieder des Bewohnerbeirates namentlich vorgestellt.

4. Müssen Kinder/ Enkelkinder für die Pflege der Angehörigen dazuzahlen?

In der Regel nicht. Sollte die eigene Rente (ggf. Witwen-/ Witwer- oder Betriebsrente) zur Bezahlung des Heimplatzes nicht ausreichen, ist zunächst die Inanspruchnahme von Sozialhilfe zu klären. Das Sozialamt prüft wiederum, ob und wenn ja in welcher Höhe, evtl. eine Zuzahlung durch Verwandte 1. Grades in Frage kommt. Diese Zuzahlungspflicht zum Unterhalt naher Verwandter betrifft ausschließlich Kinder gegenüber den eigenen Eltern bzw. Eltern gegenüber ihren Kindern - Schwiegereltern/ Schwiegerkinder sind davon ausgenommen. Es wird dabei das Einkommen/ Vermögensverhältnis der möglicherweise zuzahlungspflichtigen Kinder geprüft und nach Abzug des monatlichen Betrages zum Selbstbehalt und ggf. anfallender Kreditzahlungen bzw. sonstiger Zahlungen (z. B. Unterhalt für eigene Kinder), ein entsprechender Betrag festgelegt.

5. Muss das eigene Sparbuch in der Einrichtung abgegeben werden?

Nein. Bei Einzug in eine Pflegeeinrichtung ist für die Hausleitung/ Buchhaltung nur wichtig, dass die monatlichen Kosten regelmäßig beglichen werden können. Dies wird in der Regel durch die Rente abgedeckt. Ob und in welcher Höhe darüber hinaus ein Bewohner über Vermögen verfügt, ist für die Pflegeeinrichtung nicht interessant oder entscheidend.

6. Kann man eigene Möbel mitbringen?

Grundsätzlich ja - wobei eher Kleinmöbel, wie z. B. Fernsehsessel, Stehlampe, Couchtisch, Fernsehgerät, Wanduhr, Kommode oder Beistelltisch etc. mitgebracht werden. Die Zimmer sind bereits vollständig möbliert, so dass theoretisch nichts mitgebracht werden müsste - ein paar vertraute, eigene Möbelstücke geben allerdings einem Zimmer erst eine "persönliche Note".  Insbesondere auch Bilder, Fotos, Zimmerpflanzen usw. werden gern mitgebracht.

7. Kann das eigene Haustier mitgebracht werden?

Generell ist dies vor der Aufnahme direkt mit der Einrichtungsleitung zu klären. In der Regel können kleine Ziervögel oder ein kleines Aquarium mitgebracht werden, ggf. auch kleine Hunde oder Katzen - wichtig ist auf jeden Fall, dass der Bewohner in der Lage ist, sich selbständig um die Pflege seines Haustieres zu kümmern. Bei Einzug in ein Doppelzimmer ist zudem die Meinung des Mitbewohners wichtig, sollte dieser das Haustier ablehnen, darf es nicht mit einziehen. Andere Bewohner sollten nicht durch Geruch/ Geräusche der Tiere belästigt werden bzw. Angst haben müssen, ggf. vom Nachbarshund gebissen zu werden - all dies ist zu beachten.

8. Was muss an Wäsche/ Kosmetik mitgebracht werden?

Persönliche Bekleidung (Tages- und Nachtwäsche), Schuhe/ Stiefel, Handtücher/ Waschlappen etc. sind ausreichend mitzubringen. Dieselbe Kleidung, die in der eigenen Wohnung getragen wurde, benötigt man i. d. R. auch nach Umzug in eine Pflegeeinrichtung. Die Leibwäsche wird in der Einrichtung gewaschen, dazu muss sie vorher mit maschinell gestickten Namen bzw. Namenspatch versehen werden. Bei Kosmetikartikeln soll und darf die gewohnte Pflegelinie auch im Heim weiter verwendet werden, d. h. ein spezieller Duft, Rasierwasser, Hautlotion etc. Pflegemittel wie Duschbad, Haarshampoo, Prothesenreiniger/ Zahnpasta, Deospray usw. sind zudem regelmäßig nachzukaufen, entsprechend Verbrauch.

9. Kann/ muss eigene Bettwäsche mitgebracht werden?

Bettwäsche wird grundsätzlich vollständig von der Pflegeeinrichtung gestellt und regelmäßig ganz bzw. bei Bedarf teilweise gewechselt. Das Mitbringen eigener Wäsche ist daher nicht notwendig. Bei bestehenden Allergien, z. B. Unverträglichkeit von industriellen Wasch- und Desinfektionsmitteln, ist nach Absprache mit der Einrichtungsleitung die Verwendung persönlicher Bettwäsche möglich. Diese wird dann in der Regel von den Angehörigen selbst gewaschen, da die Kapazitäten der hausinternen Wäschereien begrenzt sind.

10. Was muss beim Auszug beachtet werden/ kann man ausziehen?

Generell kann man jederzeit den Vertrag mit der Einrichtung kündigen und ausziehen, z. B. in eine andere Pflegeeinrichtung, zu den Angehörigen bzw. in eine andere Stadt. Bei der Kündigung ist die Kündigungsfrist zu beachten, d. h. bei Eingang der Kündigung bis zum 3. des Monats endet der Heimvertrag mit Ablauf desselben Monats. Bei einem Todesfall endet der Heimvertrag automatisch am Todestag, d. h. es müssen keine Kündigungsfristen wie z. B. in Mietwohnungen eingehalten werden und es fallen in der Regel auch keine weiteren Kosten an. Sollte z. B. das Zimmer erst sehr spät vollständig beräumt werden (viel Mobiliar etc.) und kann daher seitens der Einrichtung nicht zeitnah weiter vergeben werden, können Sachkosten im Bereich "Unterkunft" anfallen. Dies ist im Einzelfall mit der Einrichtungsleitung zu klären.

11. Muss ich für ein Einzelzimmer mehr bezahlen?

Antwort:  Nein. Die monatlichen Kosten richten sich stets nach der Pflegestufe - egal ob man ein Einzel- oder Doppelzimmer bewohnt. Ein "Einzelzimmerzuschlag" wird in keiner unserer Einrichtungen gefordert.

12. Gibt es einen Heimarzt?

Antwort:  Nein. Entsprechend dem Prinzip der freien Arztwahl ist die ärztliche Betreuung auch nach Umzug in eine Pflegeeinrichtung weiterhin durch den eigenen Hausarzt möglich. Bitte klären Sie vor der Heimaufnahme, ob der Hausarzt die Betreuung (Hausbesuche) weiter übernimmt oder an welchen Arzt er ggf. den Patienten/ zukünftigen Bewohner zur weiteren ärztlichen Betreuung überweist.

13. Kommt der Frisör und die Fußpflege ins Haus?

Antwort:  Ja! Der Frisör hat in der Regel einen eigenen kleinen Salon in der Pflegeeinrichtung und ist jeweils zu festen Zeiten vor Ort. Bei Bedarf werden immobile Bewohner auch im eigenen Zimmer/ Bett frisiert.
Die Fußpflegerin kommt regelmäßig ins Haus - Termine hierzu vereinbart sie mit dem Bewohner/ Angehörigen im Voraus. Man kann sich aber auch ohne Voranmeldung behandeln lassen! Es ist auch möglich, sich nach dem Umzug weiterhin von der eigenen Frisöse bzw. Fußpflegerin behandeln zu lassen - sofern diese Hausbesuche macht bzw. Sie noch selbständig zur Fußpflege/ Frisör gehen können. Beide Dienstleistungen sind jedoch nicht in den Pflegekosten enthalten und müssen von jedem Bewohner selbst bezahlt werden.

14. Benötige ich eine Haftpflichtversicherung?

Antwort:  Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall, Ihre Haftpflichtversicherung auch nach Einzug in die Pflegeeinrichtung aufrecht zu erhalten. Grund: Obwohl jedes Heim eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung hat, die viele Schadensfälle abdeckt, passieren kleine "private Unfälle". Beispiel: Frau X. legt ihre Brille/ Zahnprothese auf einem Stuhl ab und Herr Y. setzt sich drauf - Brille/ Zahnprothese geht kaputt. Der Artikel/ Kosten muss dann vom Verursacher ersetzt werden. Da dies mitunter teuer werden kann, empfehlen wir auch nach Heimeinzug die Haftpflichtversicherung mit einem geringen Beitrag beizubehalten.